Freiwilligendienst weltwärts

Wir ändern Perspektiven

Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst weltwärts des Welthaus Bielefeld entsendet seit 2008 Freiwillige in verschiedene Länder des Globalen Südens.

Dazu gehören Ecuador, Mexiko, Peru sowie Südafrika und Mosambik. Bis heute sind mit dem Welthaus Bielefeld ca. 950 Freiwillige im weltwärts-Programm für ein Jahr ins Ausland gegangen. Unsere Einsatzplätze umfassen diverse Bereiche u.a. Menschen- und Frauenrechte, Medien, Kunst und Kultur, die pädagogische Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Menschen mit Behinderung, Umwelt, ländliche Entwicklung und Gesundheit.

Wir begleiten euch mit Vorbereitungs-, Zwischen- und Nachbereitungsseminaren. Unser kompetentes Team aus Länderreferent/innen und Ehrenamtlichen unterstützt euch bei der Zuordnung zu eurem Einsatzplatz. Den größten Teil der Kosten für euren Auslandsaufenthalt (75%) übernimmt das BMZ, die restlichen 25% erbitten wir durch den Aufbau eures privaten Förderkreises. Während eures gesamten Freiwilligendienstes unterstützen wir euch und übernehmen die Planung, Organisation und die Kosten für die Seminare, Beantragung der VISA (Kosten über 250€), Flüge und Versicherungen.

Ihr erhaltet während eures Dienstes ein Taschengeld von 100€/Monat und wir kommen für eine landestypische Unterbringung und Verpflegung auf. Darüber hinaus begleiten wir euch wenn nötig bei Krisen oder Problemen.

Wir erwarten von dir, dass du dich über den Einsatz vor Ort hinaus solidarisch engagierst. Der Aufbau eines privaten Förderkreises ist ein Teil des Engagements. Dadurch trägst du das Programm weltwärts in die Öffentlichkeit und mit unserer Unterstützung wirbst du bei Freunden und Verwandten oder auch bei Stiftungen und Unternehmen um Spenden. Auch die Teilnahme an den Seminaren unseres Freiwilligendienstes ist verpflichtend. Nach deinem Aufenthalt bieten wir dir viele Möglichkeiten, dich weiterhin im Rahmen des weltwärts-Programmes zu engagieren.

Fragen zu unserem weltwärts-Freiwilligendienst? Ruf uns gerne an oder schreib uns. Während der Bewerbungsphase findet eine Telefonsprechstunde immer donnerstags, 15-18Uhr, statt!

Das weltwärts-Programm versteht sich als inklusives Programm und wir freuen uns über Bewerbungen von Menschen mit Beeinträchtigung. Ebenso ermutigen wir Menschen mit abgeschlossener Ausbildung sich bei uns zu bewerben und ihre Kenntnisse einzubringen.

Die Bewerbungsphase für die Ausreise im Aug. 2020 ist vom  19.08.-25.10.2019 geöffnet!

Kontakt: freiwilligendienst@welthaus.de | 0521/98648-41

 Eindrücke zu unserem Freiwilligendienst findest du auch bei  instagram und facebook.

Damit Ihr gut vorbereitet in Euren Freiwilligendienst starten könnt, ist die Teilnahme an beiden Vorbereitungsseminaren sowie die Nachbereitung, das Rückkehrseminar, verpflichtend und Teil des weltwärts-Dienstes.

Bitte merkt Euch die Termine vor und bedenkt diese bei der Bewerbung! Es gibt keine Ausweichtermine.

1. Vorbereitungsseminar 05.-09.04.2020

2. Vorbereitungsseminar 15.06.-20.06.2020

Rückkehrseminar Sept. 2021

Alle Seminare finden in Bielefeld statt.

 

 

Das weltwärts-Team im Welthaus Bielefeld

Wir freuen uns darauf, Euch vor und während Eures Freiwilligendienst zu betreuen.

v.l.o.

Barbara Schütz, Bärbel Spanier, Ruth Vicente (ausgeschieden)

v.l.u.

Susanne Herrmann, Heiko Kiser, Ronja Benner, Norma Driever, Dieter Simon

Weltwärts mit dem Welthaus Bielefeld - Was heißt das?

  • 1 Jahr entwicklungspolitischer Freiwilligendienst in Zentral- und Südamerika (Ecuador, Mexiko, Nicaragua*, Peru) oder dem Südlichen Afrika (Mosambik, Südafrika)
  • Förderung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) im Rahmen des weltwärts-Programms
  • Über 30 Jahre Erfahrung und Kompetenz in entwicklungspolitischer Bildungs- und Projektarbeit
  • Vorbereitung und Begleitung durch erfahrene ehren – und hauptamtliche Mitarbeiter/innen, die über weitreichende Länder- und Projektkenntnisse verfügen
  • Erfahrung mit mehr als 950 weltwärts-Freiwilligen seit Beginn des Programms im Jahre 2008
  • Individuelle Auswahlgespräche und Projektzuordnung
  • Einsatz in lokalen Nichtregierungsorganisationen und Vereinen, die ein weites Spektrum der entwicklungspolitischen Arbeit wiedergeben
  • Enge Zusammenarbeit und Austausch mit den Partnerorganisationen vor Ort
  • Erfahrene Mentor/innen vor Ort, die im Fall von Problemen unterstützend beraten
  • Möglichkeiten sich als Rückkehrer/in zu engagieren


Hier geht´s zur Bewerbung!

Erfahrungen

Emily verbringt ihren weltwärts-Dienst in Mexiko. In ihrem Bericht schildert sie ihre Arbeit in der Organisation GESMujer, welche Präventations- und Aufklärungsarbeit leistet, um z.B. ungewollte Schwangerschaften zu verhindern und der Unterdrückung der Frau entgegenzuwirken. Auch über die Eingewöhnung in ein fremdes Land, das Leben in einer Gastfamilie und den Feiertag Dia de los Muertos erzählt die Freiwillige.

"In diesem fremden Land, das mir manchmal so fremd wie das Leben auf dem Mars vorkommt, pflanze ich hier kleine Samen meines inneren Selbst ein, und lasse sie mit ganz viel Geduld und Toleranz, offenem Geist und Vertrauen wachsen. Und somit verwurzeln sie sich in dieser fremden tierra, blühen auf und geben mir in Freundschaften und einer erfüllenden Arbeit, in einer neuen Sprache und einem Gespür für eine neue Kultur, eine neue forma de ser tausendmal mehr Bereicherung zurück. Dadurch ensteht vielleicht Geborgenheit. Und dann irgendwann hat man am anderen Ende der Erde ein neues Leben aufgebaut und nennt es 'Zuhause.' "

Mehr über ihre Erfahrungen lest ihr hier >>

Maike war in ihrem Freiwilligen Jahr in Mexico bei der Organisation Caminos A.C.. Sie berichtet von ihrem Arbeitsalltag, in dem sie die Organisation vor allem bei der Suche nach verschwundenen Migrant/innen und der Betreuung der Familien unterstützt.

"Wenn sich die Blaskappellenmusik aus der nahegelegenden Grundschule mit dem Kuhglockensound des Gaslieferanten mischt, der laut scheppernd Gas de Oaxaca anpreist, dann weiß ich, dass ein neuer Tag für mich beginnt, hier in der Villa Geranios, die ich mit zwei anderen Freiwilligen aus dem Welthaus Bielefeld bewohne."

Mehr über ihre Erfahrungen lest ihr hier >>

Henrike absolvierte ihr Freiwilliges Jahr bei ACOSADE in Mosambik. In ihrem zweiten Bericht schreibt sie von ihrer Arbeit, von HIV/AIDS in Mosambik, der patriachalischen Gesellschaft, warum sie Mosambik liebt und verschiedenen anderen Erlebnissen.

"Die Menschen, denen ich bisher begegnet bin, sind unheimlich gastfreundlich, offen und interessiert. Kommt man beispielsweise als Gast zu einer Familie, so darf man das Haus oder den Hof nicht eher wieder verlassen, bevor man nicht etwas gegessen hat und sich ein wenig mit der Familie unterhalten hat."

Mehr über ihre Erfahrungen lest ihr hier >>

Lenas Bericht gibt einen Einblick in die Arbeit der Partnerorganisation Irmas M. De São Carlos Borromeo Scalabrinianas in Mosambik. Außerdem spricht unsere Freiwillige über ihre Erfahrungen speziell als Frau in Mosambik und zählt Gründe auf für ihre Liebe zu dem Land.

"Ich liebe das Improvisationstalent der Menschen, die aus nix alles machen. Aus einer Plastikflasche wird ein Lampenschirm oder aus einem Obstnetz ein Spülschwamm und mit einer halben Plastikflasche und Tape kann man im Übrigen ganz hervorragend einen Wasserhahn ersetzen. Ich bewundere es wie positiv und lebensfroh die Menschen das wenige was sie haben betrachten und wie bereitwillig und gerne sie das auch noch teilen. Durch die Arbeit habe ich oft mit Menschen zu tun die es absolut gar nicht einfach im Leben haben und deren Leben oft durch Schicksalsschläge noch zusätzlich erschwert wird. Wie diese Menschen damit umgehen ist absolut bewundernswert. Sie müssen so hart kämpfen und schauen doch immer noch vorne und kämpfen einfach weiter. Davor habe ich großen Respekt."

Den ganzen Bericht findet ihr hier >>

Wie die Arbeit in der Organisation FEPP, inklusive die Produktion eines Fernsehprogramms über Umweltthemen, abläuft, könnt ihr in Lisannas Bericht lesen. Daneben schreibt sie über den Karneval in Guaranda und über ihre Eindrücke der ecuadorianischen Gesellschaft und der verschiedenen, aufeinandertreffenden Kulturen.

"So haben unsere weiteren Programme zum Beispiel die Problematik bezüglich „Abfall“ und „Straßenhunden“ besprochen. Außerdem haben wir über den Schutz von Wäldern, Wildtiere und ihre Gefährdung, sowie den ökologischen Fußabdruck gesprochen. Um nicht nur zu reden, haben wir auch eine Aktion gemacht, bei der wir den Müll an Seite der Straße, die durch ein Schutzgebiet führt, gesammelt haben."

Den kompletten Erfahrungsbericht gibt es hier >>

 

 

Klara berichtet wie sie den Unterricht in ihrem Einsatzplatz Fe y Alegria Nr. 17 gestaltet und was neben dem unterrichten noch zu ihren Aufgaben gehört. Außerdem erzählt sie von verschiedenen peruanischen Festen und wie diese gefeiert werden.

"Etwas weniger als drei Monate verbleiben mir nun noch in Peru. In den vergangenen neun Monaten habe ich viel erlebt, Neues gelernt und Leute kennengelernt. Ich fühle mich sehr wohl in meinem Umfeld der Schule und der Familie. Durch all die Zeit identifiziere ich mich auch persönlich mit Peru und besonders Villa El Salvador – wenn ich zum Beispiel etwas lese und einer der Namen genannt wird, fühle ich mich persönlich angesprochen."

Den ganzen Bericht gibt es hier >>

Einsatzplätze

Süd-Nord Programm

2014 startete das Programm weltwärts Süd-Nord des Welthaus Bielefeld zum ersten Mal mit neun Freiwilligen aus Mexiko, Nicaragua, El Salvador und Peru, die für ein Jahr in Bielefeld lebten und arbeiten. Seit dem Beginn des Programmes, konnten viele weitere Freiwillige des Globalen Südens ihren Freiwilligendienst in Bielefeld und Umgebung realisieren.

Weltwärts Süd-Nord ist ein Freiwilligendienst, bei dem sich junge Menschen aus dem Globalen Süden bei einer gemeinnützigen Organisation in Deutschland engagieren können. Ziele des Programms sind der Austausch zwischen Ländern des globalen Südens und Nordens, die persönliche Weiterentwicklung der Freiwilligen sowie die Stärkung der Zivilgesellschaft, die von dem Engagement zurückgekehrter Freiwilliger profitiert.

mehr Information

Rückkehrarbeit

Im Welthaus Bielefeld gibt es vielfältige Möglichkeiten sich als weltwärts Rückkehrende/r zu engagieren. Wir bieten immer wieder Weiterbildungs- und Qualifizierungsseminare sowie Vernetzungstreffen an. Außerdem binden wir ehemalige Freiwillige in die Auswahl neuer Freiwilligen-Generationen und in unsere pädagogische Begleitung ein. 

mehr über unsere Angebote erfahren

 Wir sind Mitglied im Verein entwicklungspolitischer Austauschorganisationen e.V. (ventao), dem Qualitäts- und Interessenverbund von Entsendeorganisationen im weltwärts-Programm.

Das weltwärts-Programm des Welthaus Bielefeld wurde mit dem Qualitätssiegel für Freiwilligendienste der Agentur Quifd mit der Höchstnote 3.0 zertifiziert.