Einsatzplatz

Fondo Ecuatoriano Populorum Progressio FEPP

Ort: Stadt Guaranda, Provinz Bolívar, Ecuador

Die Organisation

Der Ecuadorianische Fonds Populorum Progressio (FEPP) ist eine gemeinnützige Einrichtung, die durch die ecuadorianische Bischofskonferenz gefördert wird und in der Arbeit einen religionsübergreifenden
Ansatz verfolgt. Die Einrichtung entstand im Jahre 1970 auf Initiative engagierter Priester der katholischen Kirche. Vorbild war die Schrift „Populorum Progressio“ des Papstes Paul VI aus dem Jahre 1967, in der er zu einer solidarischen Entwicklung der Menschheit und zur Unterstützung der Ärmsten und am wenigsten Besitzenden aufrief. Heute umfasst das Aufgabengebiet der FEPP eine Reihe von Arbeitslinien, wie z.B.: Mikrofinanzsystem auf lokaler Ebene, Bildungsarbeit in Schulen und außerschulischen Einrichtungen, Ernährungssicherheit, Verbesserung der Lebensbedingungen auf dem Lande, Aufforstungsmaßnahmen, Umweltprogramme, Verbesserung der Wohnverhältnisse, Vermarktung, Wasser- und Abwasserprojekte sowie Müllbeseitigung. Die FEPP arbeitet in allen Provinzen Ecuadors und führte 2011 96 Projekte durch. Bei diesem Platz hier handelt es sich um Maßnahmen im Raum Guaranda, der Hauptstadt der Provinz Bolívar.


Mögliche Arbeitsfelder für die Freiwillige/ den Freiwilligen:

Es wird nicht erwartet, dass die/der Freiwillige eine Fachkraft ist, sondern sie/ er soll unterstützende Arbeit leisten. Es gibt zu den einzelnen Aufgabenbereichen Arbeitsgruppen und die/ der Freiwillige wird von einem Betreuenden angeleitet. Auf Grund der zahlreichen Maßnahmen gibt es verschiedene Arbeitsbereiche in denen die/der Freiwillige tätig sein kann, die Schwerpunkte liegen momentan in folgenden Arbeitsfeldern:

  • Beteiligung bei Maßnahmen vorwiegend im Bereich Wasserversorgung im Raum Guaranda, der Hauptstadt der Provinz Bolívar
  • Beteiligung an Maßnahmen in Schulen und Bildungseinrichtungen in Guaranda und v.a. in den Dörfern um Guaranda herum zur Sensibilisierung im Umweltbereich
  • Entwicklung und Durchführung einer Unterrichtsreihe zum Thema Wasser sowie Umwelt und Abfall
  • Weitere Begleitung und Auswertung eines bereits durchgeführten Mülltrennungsprogramms
  • Begleitung der MitarbeiterInnen in die Dörfer um Guaranda herum, im Rahmen des Abfallprojektes, ggf. auch eigenständiges Durchführen von Umweltbildungsworkshops
  • Mitarbeit in einer Kampagne zum Sammeln und zur Entsorgung von gebrauchten Batterien
  • Hilfe bei Datenerfassung und Computerarbeit


Folgende Aufgabenfelder sollen in Zukunft hinzukommen:

  • Mitarbeit in Baumschulen (in den Bereichen: Bewässerung, Unkrautvernichtung, Registrierung der Produktion, Verpacken der Pflanzen,…)
  • Beteiligung im Programm zur Verteilung von Setzlingen und Wiederaufforstungsprogrammen. Dies beinhaltet die Fahrt zu den umliegenden Gemeinden.
  • Hilfe bei der der Dokumentation in der Baumschule
  • Mitarbeit in der Vermeidung von Waldbränden, die in letzter Zeit sehr zugenommen haben, Aufklärungsarbeit hierzu.
  • Mitarbeit bei Aufklärungsarbeit zu Wiederaufforstung etc.
  • Hilfe bei der Bestandsaufnahme von Pflanzen(samen)


Hilfreiche Fähigkeiten:

  • Interesse an Landwirtschaft und Umweltthemen (Mülltrennung, Klimawandel etc.) und Bereitschaft, sich entsprechendes Wissen anzueignen
  • Solide Spanischkenntnisse sind bei Arbeitsbeginn erwünscht.
  • Die/der Freiwillige arbeitet in Arbeitsteams und ist nicht alleine.
  • Sie/er begleitet und unterstützt die Verantwortlichen bei der Arbeit und den einzelnen Maßnahmen.
  • Es wird Eigeninitiative und Selbstständigkeit erwartet.
  • Teamfähigkeit
  • Lust, im Bereich ökologische Landwirtschaft und Wiederaufforstung zu arbeiten
  • Da die Arbeit in unterschiedlichen Klimazonen stattfinden kann (und die/der Freiwillige manchmal mehrere Tage am Stück in den nahegelegenen Gemeinden bleibt), ist durch den oftmaligen Wechsel eine gewisse körperliche Robustheit erforderlich sowie die Offenheit gegenüber einfacheren Lebensverhältnissen.


Informationen zum Ort:

Guaranda ist die Hauptstadt der Provinz Bolívar und ist eine ruhige Stadt mit ca. 30.000 Einwohnern. Die umliegenden Berge geben ein beeindruckendes Panorama. Der Hauptplatz liegt auf 2650 m Höhe. Wenn die Sonne heraus kommt, ist es warm, des Nachts relativ kühl. Der Cantón Guaranda hat eine ganze Bandbreite verschiedener Klimatas: von der Kälte in den Höhen der Párramos auf über 4000 m Höhe bis zum subtropischen Klima in den Niederungen. Guaranda ist auch berühmt wegen des regionalen Karnevals.



Nähere Infos unter:
Ronja Benner, ronja.benner@welthaus.de
Hermann Herf, welthaus@hermannherf.de