Ein Zeichen, das bleibt

Am 6. November 2010 wurde die Gemeinschaftsstiftung „Stiftung Welthaus Bielefeld“ mit einem Kapital von 50.000€ durch insgesamt fünf Stiftern und Stifterinnen ins Leben gerufen. Die Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht Entwicklungszusammenarbeit und Völkerverständigung zu fördern. Des Weiteren stehen die Verwirklichung der Menschenrechte und die Errichtung einer sozial gerechten Weltwirtschaftsordnung im Vordergrund. In ihrem Vorhaben die Ziele umzusetzen, arbeitet die Stiftung eng mit dem Welthaus Bielefeld e.V. zusammen, indem sie ihrem eigenen Zweck entsprechende Projekte des Welthaus Bielefeld e.V. fördert und versucht diese in ihrem Wirken dauerhaft und langfristig abzusichern.

Die Stiftung entfaltet ihre Wirkung, indem sie Stiftungskapital bildet und mit den Erträgen den Gründungszweck verwirklicht. Das Stiftungskapital bleibt dabei ungeschmälert erhalten, wodurch sie den einzigartigen Charakter der Dauerhaftigkeit erhält.

Satzung

Setzen Sie ein Zeichen, das bleibt!

Zu den Zielen der Stiftung Welthaus Bielefeld gehören folgende Punke:

  • Förderung von Entwicklung und Völkerverständigung
  • Verwirklichung der Menschenrechte und eine sozial gerechte Weltwirtschaftsordnung
  • Der Abbau von Rassismus
  • Dialog zwischen den Kulturen


Demnach will die Stiftung Welthaus Bielefeld ein aktives Zeichen für eine solidarische und gerechte Welt setzen. Bei diesem Vorhaben bildet ebenfalls die eigene Gesellschaft einen zentralen Ausgangspunkt zur Herbeiführung von positiven Veränderung in den Entwicklungsländern, da die eigene Lebensweise und das Konsumverhalten einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf das Leben der Menschen in den Entwicklungsländern hat. Vielen Menschen innerhalb der eigenen Gesellschaft scheint die globale Verantwortung, die sie besitzen, nicht bewusst zu sein, wodurch noch einiges an Aufklärungsarbeit zu leisten ist. Aus diesen Gründen bildet die Bildungs-, Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit einen Eckpfeiler in der Verwirklichung der Ziele. Die Kehrseite bildet in diesem Fall die „klassische“ Entwicklungszusammenarbeit mit in- und ausländischen Partnern in konkreten Projekten, um den Menschen vor Ort helfen zu können bzw. ihre Grundbedürfnisse zu decken.

Um den Dialog zwischen den Kulturen zu erweitern und um Rassismus abzubauen bzw. vorzubeugen, soll die Kulturarbeit, insbesondere der internationale kulturelle Austausch gefördert werden. Dies geschieht durch Maßnahmen, in denen Menschen unterschiedlichster Herkunft durch kulturelle Veranstaltungen zusammengeführt werden, um so einen gegenseitigen Austausch anzuregen.

Die oben angegebenen Zwecke werden vorrangig mit dem Verein Welthaus Bielefeld e.V. realisiert, da das Welthaus Bielefeld e.V.  seit 30 Jahren Menschen aus Nord und Süd verbindet, politische Prozesse vorantreibt, informiert und Orientierung gibt. Als kritischer Mahner für eine gerechtere Welt bringt es engagierte Frauen und Männer jeden Alters, Bildungsstand und Herkunft zusammen, die etwas bewegen wollen. Den globalen Problemen von heute setzt es die Vielfalt und Kreativität der Menschen weltweit entgegen.

Die Stiftung Welthaus Bielefeld will diese Arbeit langfristig absichern helfen. Dazu fördert sie gezielt Projekte der Entwicklungszusammenarbeit, der Völkerverständigung und der Verwirklichung der Menschenrechte, welche das Welthaus Bielefeld regional und international durchführt.

Für einen neuen Umgang mit Geld

Die Stiftung Welthaus Bielefeld hat sich dazu verpflichtet, zu einer gerechteren, friedlichen Zukunft auf der Erde beizutragen. Für ein solidarisches Zusammenleben ohne Gewalt, Hass und Egoismus sollen die Erträge aus dem Stiftungskapital aufgewendet werden.

Zur Erzeugung der Erträge ist jedoch nicht jedes Mittel recht, denn es darf nicht den Stiftungszweck kontrakarieren. Vielmehr setzt sich die Stiftung für einen ethischen Umgang mit Geld ein. Aus diesem Grund wurden Leitlinien zur Anlage des Stiftungskapitals ausformuliert, an dessen Einhaltung sich die Stiftung verpflichtet hat.
Oberste Priorität hat die Sicherheit des Kapitalerhalts, um so mit den Erträgen Aufgaben der Stiftung zu finanzieren.
Im Einklang damit steht die Risikomeidung durch Investitionen in defensive Mischfonds, die in der Regel nicht mehr als 30% Aktientitel beinhalten, sondern überwiegend in festverzinsliche Anlagen und Geldmarktpositionen. Demnach sind auch nicht transparente Finanzinstrumente wie z.B. Hedgefonds oder andere Derivate vom Anlageuniversum ausgeschlossen.

Bei gleichwertigen finanziellen Eckdaten werden diejenigen Finanzprodukte bevorzugt, deren Verantwortliche sich dem Transparenzleitlinien des Eurosif und/ oder den Principles for Responsible Investment verpflichtet sehen.

Des Weiteren werden Finanzinstrumente ausgeschlossen, wenn sie in folgenden kritischen Geschäftsbereichen angesiedelt sind: 

  • Herstellung und Vertrieb von Kriegswaffen                  
  • Besitz oder Betrieb von Atomkraftwerken
  • Gentechnische Veränderung von Organismen
  • Produktion, Handel und Dienstleistung, die den Klimawandel beschleunigen
  • Nichtbeachtung der universellen Menschenrechte
  • Unterstützung diktatorischer Regime


Dem Gegenüber werden Finanztitel aus Bereichen bevorzugt, die einen positiven Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung im Sinne der Millenniumsziele der UN leisten. Darüber hinaus sollen die verwalteten Gelder folgenden Zielen dienen:

  • Proaktives Handeln gegen die Herausforderung durch den Klimawandel
  • Schonender, nachhaltiger Umgang mit den natürlichen Ressourcen
  • Vorbildliche Unternehmensführung (Corporate Social Responsibility)
  • Förderung demokratischer Beteiligung


Erst wenn diese Kriterien, welche die ethische Leitlinie der Stiftung bilden, erfüllt sind, kommt ein Investment überhaupt in Frage.

Zu den Organen der Stiftung Welthaus Bielefeld gehören der Vorstand und der Stiftungsrat, wobei kein Mitglied des einen Organs dem anderen angehören darf. Die Mitglieder der Organe sind ehrenamtlich tätig, wodurch ihnen keine Vermögensvorteile aus Mitteln der Stiftung zugewendet dürfen.

Vorstand

Der Vorstand besteht aus drei Personen, die vom Vorstand des Vereins Welthaus Bielefeld e.V. gewählt werden, solange dieser Bestand hat. Ebenfalls müssen zwei von ihnen Mitglieder des Vorstands des Vereins sein. Die Amtszeit der Vorstandsmitglieder beträgt drei Jahre, wobei die Möglichkeit der Wiederwahl besteht. Der Vorstand wählt aus seiner Mitte eine*n Vorsitzenden*n und deren/ dessen Stellvertretung.

Vorstandsmitglieder: Irma Herrmann, Stefan Noltze, Roland Fett

Stiftungsrat


Der Stiftungsrat besteht aus drei bis sieben Personen, die von der Mitgliederversammlung des Welthaus Bielefeld e.V. für sechs Jahre gewählt werden, solange der Verein besteht. Mitglieder des Stiftungsrates können wiedergewählt werden. Der Stiftungsrat wählt im Anschluss aus seiner Mitte eine Vorsitzende oder einen Vorsitzenden.

Stiftungsratsmitglieder: Christiane Wauschkuhn (1. Vorsitzende), Christoph Beninde (2. Vorsitzender), Eberhard David, Ulrike Mann, Brigitte Meier, Ingo Scheulen (Finanzverwalter) 

Die jeweiligen Rechte und Pflichten des Vorstandes und Stiftungsrates können hier nachgelesen werden. 

Investments

Um für eine klare Transparenz zu sorgen, werden hier alle Investments der Stiftung Welthaus Bielefeld vorgestellt. Die Investments lassen sich in drei Bereiche Gliedern, zum einen die Fonds an der Frankfurter Fondsbank (FFB), dann die Direktbeteiligungen und zum Schluss die Abwicklungskonten. 

FFB-Fonds:

  • BN & P – Good Growth Fund B
  • Dexia Money Market Euro
  • Dexia Sustainable European
  • DNB Fund – Global SRI
  • Erste Responsible Liquid
  • F&C HVB Stiftungsfonds
  • Fair World Fonds
  • Dr. Hoeller -  Prime Values
  • Sarasin OekoFlex
  • Sarasin FairInvest
  • Swisscanto Portfolio Fund


Direktbeteiligungen:

  • BTW Immobiliengesellschaft mbH
  • MAP Green
  • Murphy&Spitz Green Energy


Abwicklungskonto: Sparkasse Bielefeld 

Hier stellen wir Ihnen die Jahresberichte zum Downlaod bereit:

Jahresbericht 2015

Jahresbericht 2014

Jahresbericht 2013