Wo die Saat aufgeht – Ihre Spende hilft!

Die kleinbäuerliche Landwirtschaft ist in vielen Ländern der Welt der Schlüssel zu einer gesunden und nachhaltigen Ernährung. Die Rechte kleinbäuerlicher Familien werden jedoch tagtäglich weiter eingeschränkt. Landraub, Kontrolle des Samenguts durch Agrarkonzerne und die Etablierung von Monokulturen gefährden die unabhängige, regionale Anbauwirtschaft und machen die lokale Bevölkerung vom Weltmarkt abhängig. Das Welthaus Bielefeld unterstützt seit vielen Jahren Projekte, z.B. in  Brasilien und Peru, in denen sich kleinbäuerliche Familien für ihre Rechte, für eine nachhaltige und klimaschonende Landwirtschaft und damit für ein besseres Leben engagieren.

Wie wir aktiv sind

Unter dem Titel „Bäuerliche Rechte stärken – weltweite Diskriminierungen stoppen“ fordern wir gemeinsam mit 13 Hilfsorganisationen die Bundesregierung und die Europäische Union auf, sich für eine UN-Erklärung für die Rechte von kleinbäuerlichen Familien einzusetzen.  Dieser Prozeß wurde durch die internationale Organisation der Kleinbäuer*innen „La Via Campesina“ initiiert und begleitet.
Mehr zu La Via Campesina >>

Kochaktion – wie Sie aktiv werden können

Unter dem Motto „Kochen für eine bessere Welt“ bringen Sie nicht nur Menschen zusammen, Sie können Ihre Gäste auch für das Thema Ernährung sensibilisieren und mit Ihrer Spende konkrete Projekte unterstützen.

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Bielefeld is(s)t fair – wer für das Welthaus aktiv ist

Im Rahmen der fairen Woche unterstützen uns Bielefelder Bioläden und -betriebe, Cafés und die MarkthändlerInnen vom Siegfriedplatz, durch Spenden von Verkaufserlösen und Preisspenden für eine Tombola zugunsten unserer Spendenaktion!

Zum Beispiel in Brasilien:

„Mischkulturen statt Monokulturen“, „Entwicklung neuer ökologischer Produkte“, „Politische Arbeit für die Rechte von Kleinbäuer*innen“,  das sind nur einige der Ziele, für die sich die Mitglieder von  MPA (Movimento dos Pequenos Agricultores) engagieren.  Die Bewegung der Kleinbäuer*innen in Brasilien hat schon viel erreicht.  Die erfolgreiche Vermarktung ihrer eigenen Produkte in eigenen Läden hat dazu geführt, dass viele Familien von dem Ertrag  ihrer Felder leben können. Damit wächst auch das Bewußtsein für  gesunde und nachhaltige Lebensmittel.  Dorizete Cosme, Mitglied von MPA:  „Wir arbeiten mit ländlichen Schulen zusammen, mit Verbrauchergruppen und  Bewohner*innnenvereinigungen, mit Lehrern, Professoren, Handwerkern und Selbständigen. in den Städten. Wir wollen gesunde Lebensmittel ohne die Kontrolle und dem Druck der Agrarindustrie produzieren und so den Menschen eine gesunde Ernährung ermöglichen“.

Weitere Infos zu dem Projekt MPA finden Sie hier >>

Zum Beispiel in Äthiopien:

„Gemüsegärten sind sehr wichtig für eine nachhaltige Landwirtschaft“ sagt Tamene Hailegiorgis Gutema, Direktor von AKAM.  Die Organisation setzt sich seit langem dafür ein,  die Situation von kleinbäuerlichen Familien im Hochland von Äthiopien zu verbessern. Dafür wollen sie jetzt verstärkt mit Schulen zusammen arbeiten. Dort sollen Gemüsegärten angelegt werden und damit den Schüler*innen Kenntnisse über Anbau, Saatgut, Nachhaltigkeit und Ökologie vermittelt werden. Auch der Klimawandel mit seinen Folgen und der Umgang damit ist Thema. „Dieses Wissen und diese Fertigkeiten  sind unabdingbar, um die Ernährung der Kleinbäuerinnen und ihrer Familien langfristig zu sichern“ so Tamene.  Das Welthaus Bielefeld unterstützt  AKAM in  dem Engagement für eine bessere Ernährung.

Mehr zu Äthiopien >>

Zum Beispiel in Peru:

Seit über 30 Jahren kämpft  ADECAP, ein Zusammenschluß von 92 Bauerngemeinden für ein besseres Leben in den Hochlagen der peruanischen Anden.  Die Organisation setzt sich für die „Ernährungssouveränität“ der kleinbäuerlichen Familien ein, d.h. das Recht auf gesunde, kulturell angepasste und nachhaltig produzierte Nahrung, also die Selbstbestimmung der Bevölkerung über ihre Landwirtschaftspolitik. Dies reicht vom Recht auf Land, Wasser und Territorium bis zum Recht auf freies Saatgut.  Um  nach den Ernteausfällen von El Niño  die zukünftige Ernährungssituation zu sichern, wurden die 300 am meisten betroffenen Familien mit Saatgut unterstützt – Saatgut von anderen Kleinbäuer*innen aus der Region. So wurde die regionale Wirtschaft gestärkt. Zudem sind die traditionellen Sorten gut an die lokalen Gegebenheiten angepasst.  Um den ökologischen Landbau zu fördern und dem Einsatz von chemischen Pestiziden und künstlichen Düngemitteln entgegenzutreten, wird das Wissen zur eigenen Dünger- und biologischen Pestizidherstellung weitervermittelt.  Hermann Herf, der das Projekt ehrenamtlich seit vielen Jahren begleitet: „Durch langjährige Erfahrung und Arbeit in den Gemeinden trägt ADECAP einen entscheidenden Teil zur Ernährungssouveränität der Bevölkerung in den Andengemeinden bei.“

Weitere Infos zu ADECAP finden Sie hier >>

Ihre Spende wirkt!

Für ca. 9 Euro kann ADECAP eine Familie ein Jahr mit Flüssigdünger versorgen.

Umgerechnet 117 Euro kostet in Äthiopien eine zweitägige Schulung von Kindern und Lehrer*innen zur Anlage von Gemüsegärten

Und ein „Dia de Campo“ zur Fortbildung von fünf kleinbäuerlichen Familien in Brasilien verursacht Kosten in Höhe von ca. 680 Euro.

Spendenkonto

Welthaus Bielefeld
IBAN: DE91 4805 0161 0000 0908 94
Kennwort: Ernährung

 
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Ihr Ansprechpartner

Holger Jantzen

Telefon: 0521 / 98648-62

 E-Mail: Holger.Jantzen@welthaus.de