Lesung: Rassismus – Zur Notwendigkeit der Überwindung eines kolonial-ideologischen Auslaufmodels

Mittwoch, 24. April 2024, 18:00 - 19:30 Uhr, Café Welthaus, August-Bebel-Straße 62, 33602 Bielefeld

Kaum ein Konstrukt zur Organisation, Verteilung und Aufrechterhaltung von Macht und Besitzstand hat sich in dem Maße verselbstständigt wie der "moderne" Rassismus. Nach wie vor sind wir alle mehr oder weniger in unseren jeweiligen "Farbgefängnissen" gefangen. Wieso hält sich Rassismus so hartnäckig? Wie werden von Rassismus potentiell betroffene Menschen in weißen Gesellschaften - konkret in Deutschland - durch seine Wirkmacht in ihrem alltäglichen Leben, bei ihren gesellschaftlichen, ökonomischen oder politischen Aktivitäten, beeinflusst? Was kann Antirassismusarbeit in Deutschland leisten und was nicht? Warum sollte die tatsächliche Überwindung von Rassismus nicht nur als altruistischer Akt der weißen Mehrheitsbevölkerung verstanden werden? Kann Rassismus überwunden werden, ohne die global-ökonomischen Realitäten, die auch maßgeblich auf koloniale Umverteilungsprozesse zurückgehen, anzutasten?

Serge Palasie, Fachpromotor für entwicklungspolitische Bildungsarbeit mit Fokus Afrika, liest Auszüge aus seinen Beitrag "Rassismus - Zur Notwendigkeit der Überwindung eines kolonial-ideologischen Auslaufmodels" in dem Sammelbuch "Deutschland postkolonial? Die Gegenwart der imperialen Vergangenheit" (2021).

In Anschluss gibt es Möglichkeiten für einen Austausch und Diskussion. Die Teilnehmendenzahl vor Ort ist begrenzt.

Flyer der Veranstaltungsreihe