El Salvador

Stipendien für Oberschule und Studium

Durch Stipendien ermöglicht die Freundschaftsinitiative „Viva Guarjila“ Jugendlichen den Besuch der Oberschule und finanziert ein Universitätsstudium.

Die meisten Kinder der Partnergemeinde Guarjila gehen mittlerweile neun Jahre lang in die Dorfschule. Viele von ihnen möchten anschließend die Oberschule besuchen. Sie führt entweder nach zwei Jahren zur Hochschulreife oder nach drei Jahren zum Fachabitur, das den unmittelbaren Einstieg in einen technischen, kaufmännischen oder sozialen Beruf ermöglicht.

Die wenigsten der kleinbäuerlichen Familien allerdings können das Schulgeld in Höhe von 18 US$ monatlich bezahlen, geschweige denn die Kosten eines Universitätsstudiums, die zwischen 60 und 140 US$ monatlich liegen. Deshalb hat die Gemeindeleitung zusammen mit mehreren Partner­organisationen ein Stipendienprogramm ins Leben gerufen. Die Freundschaftsinitiative „Viva Guarjila“ ermöglicht auf diesem Weg jeweils vier Jugendlichen den Besuch der Oberschule und ebenso vielen das Studium. Ein Kriterium für die Auswahl der StipendiatInnen durch die Gemeindeleitung ist neben Bedürftigkeit und schulischer Leistung auch ihr soziales Engagement in der Gemeinde.

Die Studierenden verpflichten sich vertraglich für den Fall, dass sie später ein festes Einkommen haben, die Hälfte ihres Stipendiums zurückzuzahlen. Aus dem so entstehenden Fonds sollen weitere Stipendien finanziert werden.

Die Jugendlichen brauchen Ihre Unterstützung für:

  •     Schul- bzw. Universitätsgebühren
  •     Bücher und andere Lernmaterialen
  •     Fahrtkosten
  •     Unterkunft am Hochschulort


Zum Hintergrund des Projekts:
Während des Bürgerkriegs der 1980erJahre musste ein großer Teil der Bevölkerung aus der Provinz Chalatenango in das benachbarte Honduras fliehen. Die Jahre in den Flüchtlingslagern wurden zu einer Zeit des Lernens. Unter Anleitung einer Lehrerin und eines Lehrers aus Bielefeld wurden junge Leute, die schon lesen und schreiben konnten, für die Alphabetisierung der übrigen Bevölkerung ausgebildet.

Nach der Rückkehr in die vom Militär völlig zerstörten Heimatdörfer im Jahr 1987 nahmen diese maestros und maestras populares den Aufbau des Schulwesens in die eigene Hand und wurden dabei auch vom Welthaus Bielefeld unterstützt. Heute gehen in Guarjila etwa 90% der Kinder und Jugendlichen bis zur 9. Klasse in die Dorfschule. Ohne Besuch einer weiterführenden Schule bleibt ihnen dennoch nur als Perspektive, entweder mit Feldarbeit auf der Miniparzelle ihrer Familie oder im Niedriglohnsektor als Hausangestellte oder Fabrikarbeiter in der Stadt ein Leben in extremer Armut zu fristen. Einzige Alternative ist das Wagnis der Illegalität in den USA einzugehen.

Eine Berufsschul- oder betriebliche Ausbildung gibt es in El Salvador nicht. Auch um Krankenschwester oder Automechaniker zu werden, braucht man das entsprechende Fachabitur. Da in Guarjila die meisten Familien nur über ein kleines Stück Land für den Anbau von Mais und Bohnen verfügen, können sie die Kosten des Schul- oder sogar Universitätsbesuchs nicht selbst aufbringen. Der Gedanke des revolvierenden Fonds ist jedoch, dass diejenigen, die auf Grund eines Studiums später ein gesichertes Einkommen haben, in Zukunft das Stipendienprogramm mittragen.

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, so können Sie dies auf folgendem Weg tun:
Empfänger: Welthaus Bielefeld e.V.
IBAN DE91 4805 0161 0000 0908 94 | BIC: SPBIDE3BXXX | Sparkasse Bielefeld | Stichwort: Viva Guarjila

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Herzlichen Dank!