Ausgangssituation
Nach unserem erfolgreichen Projekt zur Unterstützung von Bäuerinnen und ihren Familien in zehn Dörfern der Oromia-Region in Äthiopien wurden ab November 2025 die Aktivitäten auf nunmehr insgesamt 25 Dörfer ausgeweitet und um Aktivitäten erweitert. Weiterhin stehen in Women Economic Groups (WEG) organisierte Bäuerinnen im Zentrum des Projekts.
Die Frauen werden in agrarökologischen Methoden des Gemüseanbaus und der Landwirtschaft geschult. Außerdem werden ihnen Gerätschaften wie Spaten, Hacken, Schubkarren, Gießkannen sowie Saatgut zur Verfügung gestellt. Neue Aktivitäten sind der Bau von Toiletten in jedem Haushalt sowie die Nutzung von energiesparenden Kochherden. In besonders bedürftigen Dörfern werden auch Brunnen gebohrt oder vorhandene Quellen eingefasst, so dass sicheres Trinkwasser zur Verfügung steht.
Lebensbedingungen nachhaltig verbessern
Mangelernährung, unsauberes Trinkwasser und unzureichende Hygiene beeinträchtigen insbesondere die Gesundheit von Kindern. Das Projekt geht diese Probleme an und vermittelt Wissen über ausgewogene Ernährung und nährstoffschonende Zubereitung von Lebensmitteln. Gemüseanbau sowie die Haltung von Hühnern verbessern die Ernährung der Familien und helfen, die jährliche Hungerzeit vor der Ernte zu überbrücken.
Die Versorgung mit sicherem Trinkwasser ist eine Priorität der Gemeinden. Das Projekt verbessert den Zugang zu sauberem Trinkwasser durch Brunnenbohrungen, den Schutz von Quellen sowie die Einrichtung getrennter Wasserstellen für Menschen und Tiere.
Die Hygiene wird verbessert, um die besonders für die Kinder gefährlichen Durchfallerkrankungen zu vermeiden. Es werden Latrinen und einfache Handwaschstationen („Tip-Taps“) errichtet.
Das Projekt fördert die Verbreitung von Energiesparherden zum Backen von Injerra, dem lokalen Brot. Im Projektgebiet wird überwiegend mit Brennholz und getrocknetem Tierdung auf offenen Drei-Steine-Herden gekocht. Diese sind sehr ineffizient, verbrauchen große Mengen an Brennmaterial und tragen zur Abholzung sowie Bodenerosion bei. Da Tierdung als Brennstoff genutzt wird, fehlt er zudem als wertvoller Dünger. Alternative Energiequellen wie Solarenergie, Gas oder Strom sind für die meisten Haushalte nicht verfügbar oder unerschwinglich. Die Energiesparherde senken den Brennholzverbrauch um 50–65 %, reduzieren die Luftverschmutzung in Innenräumen um bis zu 70 % und verringern dadurch Atemwegs- und Augenkrankheiten. Gleichzeitig sparen Frauen und Mädchen Zeit, da sie weniger Feuerholz sammeln müssen.
Agenda 2030
In unserer Arbeit orientieren wir uns an den 17 UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals). Bei diesem Projekt stehen vor allem folgende SDGs im Fokus:









