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Zu Besuch bei ZUBO

Unsere Projektreferentin Kristina Baumkamp hat im Oktober dieses Jahres die Möglichkeit wahrgenommen und unser Partnerinnenprojekt ZUBO besucht. Seit 2012 ist die Frauenorganisation ZUBO Partnerin des Welthaus Bielefeld. Derzeit fördert das Welthaus das ZUBO-Seifenprojekt. Ein Werkstatt-Gebäude wurde 2016 fertig gestellt, eine Ölpresse gekauft, Frauen wurden ausgebildet und seitdem werden Seifen produziert.  Im aktuellen Projekt wird die Qualität der Seife verbessert und die Vermarktung in Zimbabwe und auch bei uns in Deutschland ausgebaut.  
 
Kristina Baumkamp hatte vor Ort die Chance, sich zusammen mit den Mitarbeiterinnen von ZUBO und den begünstigten Frauen über die Durchführung und Umsetzung auszutauschen. Ein Besuch vor Ort macht es möglich, die positiven Auswirkungen auf die Rolle der Frauen zu sehen, die sonst vielleicht in Berichten zum Projekt weniger Aufmerksamkeit bekommen: „Stolz haben viele  Frauen ihre neuen Kochtöpfe zum Treffen mitgebracht. Männer kaufen traditionell keine Kochutensilien. Das ist Aufgabe der Frauen. Aus den Erlösen für das Sammeln der Samen konnten die Frauen sich diese Töpfe leisten, ihren Kindern den Schulbesuch ermöglichen und Güter des täglichen Bedarfs zu kaufen. Andere Frauen berichteten, dass sie nun auf Dorfversammlungen nach ihrer Meinung gefragt werden, weil sie nun in ihrer Rolle als Seifenproduzentinnen, die Schulungen bekommen und durch ihre Aufenthalte in der Provinzhauptstadt ihren Horizont erweitern können,  besonders geschätzt werden. Andere berichteten, dass ihre Männer sie mehr respektieren, manche ihnen jetzt immer die Taschen zum Bus tragen, wenn sie zur Seifenproduktion fahren, damit die ganze Gemeinde sieht, dass seine Frau zur Werkstatt unterwegs ist“, berichtet unsere Projektreferentin.

Bei dem Besuch wurde auch deutlich, wie wichtig es für ZUBO ist, nun neben der Seifenwerkstatt auch ein Büro- und Lagergebäude zu haben: „Es ist deutlich spürbar, dass die Organisation ZUBO dadurch gestärkt wurde, dass es jetzt einen eigenen Ort für die Frauen gibt. Ich habe ein permanentes Kommen und Gehen beobachtet. Die Gebäude werden von vielen Frauen als ihr Zentrum gut angenommen.  Auch das Lagergebäude, in dem die Jatropha-Samen trocken und luftig aufbewahrt werden können, bis sie zu Öl gepresst werden, ist gut gefüllt. Es wäre nicht möglich gewesen, die große Menge an Samen weiterhin in der Werkstatt aufzubewahren. Dadurch entstand eine Enge, die die Produktion dort schwierig und gefährlich machte.“

Das Seifenprojekt ist also in mehrfacher Hinsicht sehr erfolgreich, auch wenn es durch die momentane wirtschaftliche Lage des Landes die Vermarktung in Simbabwe selbst zur Zeit noch nicht die erhofften Einnahmen bringt.  In Deutschland erfreuen sich die Seifen großer Beliebtheit und wir werden versuchen, hier einen festen Abnehmerkreis zu etablieren.

 
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