Aktuelles

Neue Welthaus Info: Partnerschaft auf Augenhöhe

In der Entwicklungspolitik gab es in den letzten Jahrzehnten eine Veränderung der Beziehung: von der relativen Einbahnstraße, auf der Wissen und Geld von Nord nach Süd floss, hin zu einer Beziehung auf mehr Augenhöhe. Denn Globalisierung bedeutet ja auch, von Themen wie beispielsweise der globalen Gesundheit, des Klimawandels und der steigenden Zahl von Flüchtlingen gemeinsam betroffen zu sein. Es ist deutlich geworden, dass wir sie auch nur gemeinsam werden lösen können.

Der Leitartikel dieser Ausgabe stammt aus der Feder der drei Autor*innen Meike Strehl, Nina van der Puije und Aram Ziai. Sie beleuchten sehr anschaulich die Differenz zwischen Ansprüchen an die Entwicklungszusammenarbeit und den Problemen ihrer praktischen Umsetzung.

Lesen Sie das Heft online oder bestellen Sie die Printversion unter christian.gloeckner@welthaus.de.

 

Inhalt

Vorwort: Augenhöhe resultiert aus langjähriger Freundschaft von Kristina Baumkamp.

Was bedeuten gleichberechtigte Süd-Nord-Beziehung in der Praxis? Kooperationsmodelle in der internationalen Zusammenarbeit haben heute den Anspruch, auf gleichberechtigten Partnerschaften zu gründen. Was aber bedeutet das genau? Von Meike Strehl, Nina van der Puije und Aram Ziai.

Bereit, die Gegenseite zu verstehen: Seit 40 Jahren hat das Welthaus Bielefeld Partnerschaften im Süden. Sind diese auf Augenhöhe? Mit Offenheit und Ehrlichkeit schon, berichten Mitgliedsgruppen Uwe Pollmann.

Partnerschaft als Gratwanderung: Die Städtepartnerschaft Bielefeld-Estelí ist bis heute eine Gratwanderung zwischen Abhängigkeit und Autonomie, aber ein großer Gewinn für beide Seiten, erklärt Stefan Jankowiak.

Lernen und verlernen: Für Nord-Süd-Freiwillige steht Partnerschaft auf Augenhöhe anfangs oft nicht im Fokus. Doch durch ›weltwärts‹ lernen sie, ihre Privilegien zu hinterfragen, hat Shari Kohlmeyer erfahren.

"Schwarz wie du, aber ganz nett": Historisch gewachsene soziale Strukturen prägen unser Denken und Tun. Das müssen wir hinterfragen und durchbrechen, fordert die Süd-Nord-Freiwillige Wendy Juárez.

Bildungsarbeit in schwierigen Zeiten: Durch die Corona-Pandemie gab es fast keine Bildungsveranstaltungen mit persönlichen Begegnungen mehr. Das Welthaus Bielefeld hat aber viele Online-Formate gestartet. Mit großem Erfolg, berichtet Keith Hamaimbo.

Weltweit einladen macht vorerst keinen Sinn: Seit März sind viele Kulturangebote im Welthaus Bielefeld ausgefallen. Unter hohen Auflagen organsiert der Kulturbereich weiter Veranstaltungen, berichtet Michael Lesemann im Interview.

Bielefeld is(s)t fair - Wir sagen Danke!

Das Welthaus in Corona-Zeiten: Welche Herausforderungen die Corona-Zeit für das Welthaus als Organisation mit sich bringt, schildert Beate Wolff.

Heimatwelt Bielefeld: In einem neuen Kulturprojekt fragt das Welthaus Bielefeld, welches Verständnis Bielefelder*innen von Heimat in ihrer Stadt haben. Von Stephan Noltze.