Aktuelles

Neue Info-Ausgabe: Geschlechteridentitäten

Auch wenn die Vielfalt von Geschlechteridentitäten in Teilen der Gesellschaft an Akzeptanz gewinnt, ist die LGBTIQA*-Community weltweit noch immer mit Ausgrenzung und Diskriminierung konfrontiert. Diese Form der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit - ein Begriff des Bielefelder Soziologen Wilhelm Heitmeyer - beeinträchtigt den Alltag der Menschen, die sich mit dem heteronormativen Ideal nicht identifizieren können.

In der aktuellen Info-Ausgabe blicken wir daher auf die Situation in einigen unserer Projektländer, reflektieren unsere eigene Arbeit und befragen queere weltwärts-Freiwillige nach ihren Erfahrungen. Unsere Gastautorin Sarah Kohrt zeigt zudem, wie wichtig und erfolgreich zivilgesellschaftlicher Druck auf politische Entscheidungsträger*innen sein kann: Er brachte das deutsche Bundeskabinett dazu, in einem Inklusionskonzept die Menschenrechte von LGBTIQ*-Personen zum integralen Teil deutscher Außenpolitik und Entwicklungszusammenarbeit zu erklären. 

Lesen Sie das Heft online oder bestellen Sie die Printversion unter christian.gloeckner@welthaus.de.

Aus dem Inhalt

Vorwort: Achtung der Menschenrechte als Gradmesser. Von Beate Wolff.

Do no harm - but do something. Das neue LSBTI-Inklusionskonzept fordert an erster Stelle die Zivilgesellschaft. In der Praxis der Entwicklungszusammenarbeit bestehe die Verpflichtung, keinen Schaden anzurichten, erläutert Sarah Kohrt von der Hirschfeld-Eddy-Stiftung.

Queere Identitäten in Mosambik. In Mosambik ist Homosexualität legal. Das bedeute zwar mehr Freiheit als in anderen Ländern Afrikas. Die LGBTIQ*-Community bewege sich aber dennoch eher im Untergrund, weil Diskriminierung vor allem anhand von äußeren Merkmalen stattfinde, berichtet Britta Hars.

Für eine Welt, in die viele Welten passen. Im Bundesstaat Hidalgo, nördlich von Mexiko-City, kämpft die LGBTTTIQ+-Gemeinschaft für ihre Rechte. Über diesen Kampf berichten die Süd-Nord-Freiwillige Lizeth Clavellina Angeles sowie Gabino Badillo und Rafael Castelán Martínez.

Diversität ist längst Teil des weltwärts-Programms. Gender-Identitäten sind für Welthaus-Freiwillige in der Vorbereitung auf ihren Dienst ein wichtiges Thema, berichtet Barbara Schütz.

Offen damit umgehen oder nicht. Welche Rolle die sexuelle Orientierung und die Geschlechtsidentität in einem neuen Umfeld spielen kann, reflektieren sechs ehemalige weltwärts-Freiwillige mit Barbara Schütz.

Wahlausgang stand fest. Daniel Ortega hat sich in Nicaragua wiederwählen lassen.
Die Opposition wird kriminalisiert, berichtet Reinhard Jenke.

Meldung: Projekt in Peru erweitert.

Vorstand neu gewählt. Im vierköpfigen Vorstand des Welthaus ist Josef Hilbert neu dabei. Nicht mehr kandidiert haben Heike Koch und Cordula Helmig-Walker.

Papier ist geduldig, Mädchen und Frauen sind es nicht mehr. Stiftung Welthaus Bielefeld befasst sich mit Gleichstellung und Chancengleichheit weltweit. Von Ulrike Mann und Christiane Wauschkuhn.

Veranstaltungshinweise.