Denken.Fühlen.Handeln. Ein Zukunftsfestival für planetarische Gerechtigkeit
2. bis 5. Juli 2026
Einladung zur Beitragseinreichung
Wir leben in Zeiten vielfältiger Krisen, die zwar alle Menschen betreffen, jedoch in sehr unterschiedlicher Weise. Die Klimakrise und mit ihr verbundene Phänomene wie Kriege, Fluchtmigration, die zunehmende Akzeptanz menschenverachtender Politik stellen die Menschheit vor die Aufgabe, bestehende Denk- und Verhaltensmuster grundlegend zu hinterfragen und das Verhältnis zu anderen Menschen jenseits nationaler, kultureller und ethnischer Zugehörigkeiten, sowie das Verhältnis zu nicht-menschlichen Lebewesen auf dem Planeten neu zu justieren. Denken.Fühlen.Handeln. Ein Zukunftsfestival für planetarische Gerechtigkeit (kurz: DFH-Festival) richtet sich an alle, die an der Auseinandersetzung mit der vielleicht drängendsten Frage unserer Epoche, der nach einer gerechten planetaren Zukunft, interessiert sind und führt damit Akteur*innen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen zusammen. Dabei stehen der Austausch, gemeinsame Lernprozesse und die Suche nach Ideen, Konzepten und Modellen für eine planetare Gerechtigkeit im Zentrum des Festivals.
Das DFH-Festival 2026 widmet sich schwerpunktmäßig dem Thema Zukünfte. Welche Zukunft kann gedacht werden? Welche ist realisierbar? Jede Vorstellung von Zukunft ist eingebettet in soziale Prozesse und kulturelle Narrative. Bedeutsame Vorstellungen über die Zukunft prägen Entscheidungen und Aushandlungsprozesse im Hier und Jetzt. Daher ist es wichtig, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, welche Denk-, Fühl- und Handlungsweisen von Bedeutung sind, um gerechtere Zukünfte möglich zu machen. Wir laden Aktivist*innen, Künstler*innen, Student*innen, Wissenschaftler*innen, aber selbstverständlich auch Handwerker*innen, Unternehmer*innen, Pflegepersonal und Erzieher*innen – letztlich alle, die interessiert sind, ein, Beitragsvorschläge einzureichen.
Diese können sich u. a. mit folgenden Fragestellungen befassen:
Wie stellt sich die Klimakrise dar? Welche gerechtere Zukunft der Welt ist denkbar? Was kann dafür getan werden?
Wie hängen ökologische Krisen mit kapitalistischen Lebens- und Produktionsverhältnissen, mit patriarchalen Geschlechterordnungen und/oder mit (Neo-)Kolonialismus und Rassismus zusammen?
Wie kann diese Komplexität erkannt und diskutiert werden?
Welche globale und lokale Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten etwa mit Blick auf die Frage, wer die Kosten der Klimakrise zu tragen hat, gibt es und was geht mich dies an?
Wie können angemessene Planet-Mensch-Beziehungen aussehen?
Welche ökonomischen, kulturellen, technologischen Veränderungsansätze gibt es und was ist von ihnen zu halten?
Welche Widersprüche und welche inneren und äußeren Grenzen sind für die je eigene Lebensweise und für Formen des Engagements für eine gerechte Zukunft kennzeichnend?
Welche Literatur, welche Musik, welche Filme und welche Gespräche ermutigen für gerechtere Zukünfte?
Welche Vorbilder und „Geschichten des Gelingens“ gibt es?
Wie zuversichtlich bleiben?
… und viele andere Fragestellungen und Themen mehr…
Wir freuen uns über die Einreichung von Beiträgen, die unterschiedliche Zugänge eröffnen, u. a. künstlerische Arbeiten (Ausstellungen, Installationen, Interventionen usw.), wissenschaftliche Auseinandersetzungen (z. B. Vorträge, Fachgespräche, usw.), performative Beiträge (Theater, spoken word usw.) oder dialogische und partizipative Formate (Seminare, Workshops, Diskussionen usw.). Beiträge zum Schwerpunktthema Zukunft/Zukünfte sind willkommen, die Angebote können aber auch andere Schwerpunktsetzungen vornehmen.
Für die Einreichung eines Beitrags nutzen Sie bitte das Antragsformular bis zum 15.02.2026. Danach werden die vollständig eingereichten Beiträge gesichtet und durch das DFH-Planungsteam kuratiert. Eine finale Rückmeldung erfolgt frühestens zum 02.03.2026. Wir hoffen auf Ihr Verständnis, dass wir das Programm 2026 leider begrenzen müssen und eine Zuteilung zu Zeitslots vornehmen müssen, um übermäßige Angebotsüberschneidungen zu vermeiden. Bitte beachten Sie auch, dass die Finanzierung und der Inhalt durch die Beitragenden selbst verantwortet werden müssen.
Wenn es hierzu Fragen gibt, aber auch für generelle Anmerkungen und Rückmeldungen, können Sie sich jederzeit an uns wenden: dfhfestival.ew@uni-bielefeld.de.
Herzliche Grüße
AG 10 – Migrationspädagogik und Rassismuskritik und Welthaus Bielefeld e.V.