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Danke! Spendenübergabe für Estelí

Bereits zum 35. Mal wurde am 30. Juni 2018 in der Sporthalle der Martin-Niemöller-Gesamtschule das Internationale Hallenfußballturnier der Stadt Bielefeld um den Wanderpokal des Oberbürgermeisters ausgetragen.

Sechs Mannschaften aus Deutschland und je ein Team aus der polnischen Partnerstadt Rzeszów und aus der russischen Partnerstadt Welikij Nowgorod nahmen daran teil. Wie schon im vergangenen Jahr gewann die russische Mannschaft den Pokal des Oberbürgermeisters, das Team aus Rzeszów erhielt den Fairnesspokal.

Spenden für Kinder in Estelí

Statt Eintritt wurde um eine Spende für das Projekt „ECO-KIDS“ in Bielefelds Partnerstadt Esteli in Nicaragua gebeten. Aus Werbeeinnahmen, Spenden sowie dem Verkauf von Essen und Getränken während des Fußballturniers wurde ein Überschuss erwirtschaftet, der mit Zugabe aus Rücklagen auf die Summe von 4.500 € aufgerundet werden konnte. Seit der langjährige Turnierorganisator Ulrich Gaesing vor 25 Jahren zum ersten Mal in Esteli gearbeitet hatte, geht der Überschuss des Hallenfußballturniers an Kinder in der Partnerstadt. Dabei beläuft sich die Gesamtsumme bisher auf stolze 109.000 €. Das gesammelte Geld wird zunächst an das Welthaus Bielefeld weitergeleitet, das sich seit Beginn der Partnerschaft in Estelí engagiert und dafür sorge trägt, dass das Geld über das Partnerschaftsbüro in Esteli für den angegebenen Zweck eingesetzt wird. 

Das Projekt „Eco-Kids“

Kinder und Jugendliche in Nicaragua sind besonders stark von der neoliberalen Globalisierung betroffen. Staatsausgaben für Gesundheit, Bildung und Arbeitsbeschaffung bleiben gering. Die Folgen sind ein mangelhaftes Schulsystem, unzureichende öffentliche Gesundheitsversorgung und fehlende Arbeitsmöglichkeiten. Viele Familien zerbrechen aufgrund der schwierigen finanziellen Situation und die Kinder landen auf der Straße, wo sie der Gefahr der Verwahrlosung und Unterernährung ausgesetzt sind.

Auf Initiative von einer Reihe von Frauen in Estelí entstand vor Jahren die Gruppe der Eco-Kids. Die Frauen – selbst Mütter – überlegten, wie sie den Kindern in ihrem Stadtteil Boris Vega eine sinnvolle Beschäftigung anbieten könnten. Ihr Ziel: Die Kinder für den Umweltschutz zu interessieren, verbunden mit praktischem Handeln. Aus dieser Grundidee sind inzwischen mehrere Gruppen von insgesamt ca. 50 bis 60 Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 15 Jahren auch in anderen Stadtteilen entstanden. Unter Anleitung von ausgebildeten Promotorinnen treffen sie sich regelmäßig am Wochenende zu Aktivitäten des Umweltschutzes und bearbeiten spielerisch Themen wie Wasser, Müll oder Tiere und Pflanzen in der eigenen Umgebung. Auch die Bielefelder Partnerschulen in Estelí haben inzwischen diese Themen in ihre schulische Arbeit aufgenommen.

Die finanzielle Förderung dieses Projektes bewirkt nicht nur konkrete ökologische Verbesserungen, sondern unterstützt auch die Eigeninitiative und stärkt die Motivation und das Selbstbewusstsein der beteiligten Kinder und Jugendlichen.