Bielefeld macht Krach für die Millenniums-Entwicklungsziele

 

Mit Rap gegen Armut!

Mit seinem neuesten Song Stand Up – Take Action gab Rapper DBLuDee auf dem Jahnplatz nicht nur den Ton an, sondern setzte auch inhaltliche Akzente.

 „Lass uns die Welt verändern und uns daran messen. Damit niemand mehr hungern muss – Stand Up – Take Action.“

 Um fünf vor 12 hieß es dann ready zum Countdown. Etwa  400 Menschen hatten sich zu diesem Zeitpunkt mit Töpfen, Vuvuzelas und Weckern auf dem Jahnplatz versammelt. Mit ihren Trommeln leiteten die Sambistas den Countdown zum Stand Up ein und dann wurde richtig Krach geschlagen und damit ein lautstarkes Zeichen gegen Armut gesetzt.

Auch die Bielefelder Partnerstädte Estelí in Nicaragua und Rzezsów in Polen beteiligten sich mit an der Aktion. In Estelí waren schon am vergangenen Wochenende 5.000 Menschen aufgestanden, um für die Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele zu demonstrieren. „Die Menschen in Nicaragua wissen sehr genau was Armut mit all seinen Konsequenzen bedeutet“, so Stefan Jankowiak vom Welthaus Bielefeld. „Noch immer ist Nicaragua nach Haiti das zweitärmste Land Lateinamerikas.“

Ein voller Erfolg war ebenfalls das Millenniums-Konzert auf dem Marktplatz von Rzezsów. Hunderte von BürgerInnen beteiligten sich am Stand Up in unserer polnischen Partnerstadt. Gleichzeitig nutzten sie die Aktion, um Spenden für ein Projekt in Estelí zu sammeln.

Damit das lautstarke Bekenntnis gegen Armut auch an der richtigen Stelle ankommt, hatte das Welthaus Bielefeld die  parlamentarische Staatsekretärin aus dem Entwicklungsministerium, Gudrun Kopp, eingeladen. Kritisiert wurde ihr gegenüber, dass die Bundesregierung zum wiederholten Male ihre Finanzzusagen für die Entwicklungshilfe nicht eingehalten und damit ein wichtiges Versprechen gebrochen hat. Frau Kopp wies darauf hin, dass Deutschland seine Zusage, 0,7 % des Bruttonationaleinkommens für die Entwicklungszusammenarbeit, bis zum Jahr 2015 einhalten wird. „Völlig unglaubwürdig“, entgegnete Georg Krämer vom Welthaus der parlamentarischen Staatsekretärin. „Die mittelfristige Finanzplanung der Bundesregierung sieht keine Erhöhung der Entwicklungshilfe vor. Es müsste vielmehr davon ausgegangen werden, dass der Etat weiter gekürzt werde.“

Großen Anklang fanden auch der Informationstand mit Materialien zu den Entwicklungszielen und die eigens für den Stand Up installierte Ausstellung.

Ein breites, lokales Bündnis hatte den diesjährigen Stand Up in Bielefeld mit vorbereitet und zur Teilnahme an der weltweiten Aktion aufgerufen.

  • Aids Hilfe Bielefeld e.V.
  • Amnesty International
  • ASTA, Uni Bielefeld
  • Attac
  • BezirksschülerInnenvertretung
  • BUKO Pharmakampagne
  • Deutsch-Polnische Gesellschaft
  • DGB Gewerkschaftsjugend
  • FOKUS Perusolidarität im Welthaus Bielefeld
  • Grüne Jugend Bielefeld
  • Internationales Begegnungszentrum IBZ
  • Junge Union
  • Jusos Bielefeld
  • Klima Kampagne Bielefeld
  • Linksjugend
  • Stadt Bielefeld
  • SJD – Die Falken.
  • UNICEF
  • terre des hommes
  • Vereinigte Evangelische Mission
  • Welthaus Bielefeld e.V.

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