El Salvador-Gruppe "Viva Guarjila" im Welthaus Bielefeld

Die El Salvador Gruppe entstand Anfang der 1980er Jahre aus dem Kontakt zu salvadorianischen Flüchtlingen in Honduras, die den Angriffen des Militärs auf ihre Dörfer entkommen waren. Ein Mitglied der Gruppe arbeitete im Lager Mesa Grande im Rahmen der Alphabetisierung.

Als die Flüchtlinge 1987 in ihre Heimat zurückkehrten, machte die Gruppe  es sich zur Aufgabe, sie beim Wiederaufbau eines ihrer Dörfer zu unterstützen und nannte sich nach dem Namen dieses Dorfes „Freundschaftsinitiative Viva Guarjila“. Zahlreiche Projekte wurden gemeinsam mit den Partnern geplant und mit Hilfe von Spendengeldern und öffentlichen Zuschüssen realisiert: Bäckerei, Tischlerei, Töpferei für Holzsparöfen, Kindergarten, Altenzentrum, biologischer Gemüseanbau. Die handwerklichen und landwirtschaftlichen Projekte standen nach einigen Jahren auf eigenen Beinen. Heute können wir uns auf Projekte konzentrieren, die dauerhafte Förderung brauchen: Gesundheits- und Rehabilitationszentrum und Stipendien zur Besuch von Oberschule und Universität.

Mit der Partnergemeinde haben wir uns über einige Kriterien für die Projektauswahl verständigt: Soziale Gleichberechtigung, auch zwischen Frauen und Männern, Schutz der Umwelt, Stärkung der Eigeninitiative.

Die Projektunterstützung wird ermöglicht durch zahlreiche und dauerhafte Spenden aus dem Bielefelder Umfeld der Gruppe, aber auch aus dem der befreundeten Gruppen in Helmstadt und Holzminden. Mehrmals im Jahr verschicken wir einen Rundbrief an einen wachsenden Kreis von mittlerweile 370 Interessierten und Spenderinnen, um sie über das Geschehen in unserer Partnergemeinde und in El Salvador auf dem Laufenden zu halten. Öffentliche Veranstaltungen dagegen sind seltener geworden, seitdem El Salvador – zum Glück – nicht mehr wegen des Bürgerkriegs im Medienfokus steht und auch sonst nur noch auf begrenztes Interesse stößt.

In unseren Sitzungen befassen wir uns u.a. mit den Auswirkungen neoliberaler Globalisierungs­strategien auf El Salvador, konkret z.B. den Folgen der Freihandelsverträge für die Maisbauern und dem drohenden Goldtagebau in der Gegend von Guarjila. 

Prägend für unsere Gruppe ist der direkte und vielfach persönliche Kontakt nach Guarjila. Wir stehen in regelmäßigem Briefwechsel und besuchen uns gegenseitig. Etwa alle zwei Jahre laden wir zwei „Delegierte“ aus Guarjila nach Bielefeld ein und ebenso oft fährt jemand von uns dorthin. Diese Begegnungen sind jedes Mal Höhepunkte der Partnerschaft. Wir tauschen uns aus über die gemeinsamen Ziele wie auch über die unterschiedlichen Bedingungen ihrer Umsetzung, wir lernen voneinander und wir haben Spaß zusammen.

Die Freundschaftsinitiative hat zur Zeit nur fünf aktive Mitglieder. Mehrere Ehemalige sind heute beruflich in Lateinamerika und Afrika tätig, andere wegen Studium oder Beruf weggezogen. Wir freuen uns über neue MitstreiterInnen.

Treffen:  Jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat um 19.30 Uhr (bitte vorher Anruf)
Kontakt: Heiner Wild, Telefon 0521 / 132741, E-Mail d-h-wild@web.de      oder
Barbara Schütz 0521 / 9864841, Barbara.Schuetz@welthaus.de, Welthaus Bielefeld

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