Unser Projekt in Burundi

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Dorfentwicklung in Nyavyamo

Burundi, Nyavyamo: Gesundheit und Bildung

Nyavyamo ist eine Gemeinde in der Provinz Bururi, dem südlichen Teil des Landes, und etwa 150 km von der Hauptstadt entfernt. In ihm leben Tutsi und Hutu. Die Gemeinde besteht aus mehreren Dörfern. Zusammen beträgt die Bevölkerung ca. 8000 Menschen, die von landwirtschaftlicher Produktion für den Eigenverbrauch lebt. Angebaut werden Mais, Süßkartoffeln, Bananen, Erbsen. Auch Kühe, Ziegen, Schafe und Geflügel werden für den Eigenverbrauch gehalten.

Zur Planung und Durchführung der Projekte hat sich in dieser Gemeinde ein Komitee gebildet, das aus der Schulleitung, Elternvertretern, Kirchenvertretern und  Mitgliedern des EDHES besteht. Die Schwerpunkte der Dorfentwicklung liegen darin, eine bessere Infrastruktur für Bildung und Gesundheit zu erlangen. Auch die Kirche und Lehrkräfte der Nyavyamo Grundschule tragen zur Dorfentwicklung bei. Sie unterstützen die Bevölkerung in allen sozialen Angelegenheiten, bieten Information z.B. zu Hygiene, HIV/ AIDS, usw. und helfen dabei, dass sich Kollektive und Kooperativen von Frauen und Männern bilden.

Bereits durchgeführte Aktionen:

a) Schulerweiterung:

1984 wurden die ersten Schulgebäude errichtet. Die Schule mit sechs Klassenräumen wurde zunächst für 80 – 100 SchülerInnen geplant, doch die Anzahl der Schüler stieg bis auf 360 – 400 SchülerInnen, so dass in jeder Klasse mehr als 60 SchülerInnen unterrichtet wurden.

Im Jahr 2005 und 2006 konnten Dank der Unterstützung aus Deutschland, durch Afrika- Initiativen e.V. und dem Welthaus Bielefeld, e.V. zwei neue Gebäude mit je drei weiteren Klassenzimmern gebaut werden. Der Schulbau erlaubt, dass alle Kinder der Gemeinde Nyavyamo jetzt Zugang zur Grundschulausbildung haben. Der Unterricht findet in kleineren Klassen statt, und der Staat hat weitere LehrerInnen zur Verfügung gestellt. Während vor dem Schulbau nur 6 Lehrer eingestellt waren, so gibt es heute 15 LehrerInnen (Schulleitung eingeschlossen).

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Weitere geplante Aktionen:

b) Trinkwasserversorgung und bessere Gesundheitsvorsorge:

Die bisherige Trinkwasserversorgung des Ortes hat nie funktioniert, da das Wasser von der 28 km entfernten Quelle zu durch dünne Rohre geleitet wurde. Folge ist, dass die Menschen der Gemeinde  Nyavyamo weiterhin das dreckige Flusswasser zum Kochen, Trinken und Waschen benutzen. Die Folge sind Magen-Darmerkrankungen, wie Wurmbefall, Durchfall und Cholera, die gerade bei Kindern häufig zum Tod führen.

Der EDEHS und das Komitee der Gemeinde haben eine neue Wasserversorgung der Gemeinde geplant. Dazu soll das Wasser von zwei  verschiedenen Quellen (14 km und 10 km entfernt) durch größere Rohre in die Gemeinde geleitet werden, wo es zunächst in einer großen Zisterne gesammelt werden soll. Die Verteilung des Wassers soll kontrolliert werden, und zunächst die Schule und die Krankenstation versorgen, aber auch den Haushalten der Bevölkerung in der Umgebung der Grundschule zum Kochen zur Verfügung stehen.

Zur gleichen Zeit ist geplant, die Ausstattung der Krankenstation zu verbessern, um weitere Krankheiten behandeln zu können, insbesondere die gynäkologische Ausstattung, Geräte für Diagnoseverfahren, z.B. Ultraschall, Laboreinrichtung, Medikamente.

c) Stromanschluss

Die Gemeinde ist heute nicht an das Stromnetz angeschlossen, doch es gibt eine Leitung 1,5 km von der Gemeinde entfernt. Der Plan ist, den Strom in die Gemeinde zu leiten und dort in die Schule, einen Transformator zu installieren. Der Strom wird der Schule und der Krankenstation zu gute kommen, damit wird z.B. das Sterilisieren von Geräten ermöglicht. Langfristig soll der Strom aber auch den Haushalten der Gemeinde zur Verfügung stehen, da der Brennstoff Holz knapp ist, zu Gesundheitsschäden führt und zudem eine große Arbeitsleistung für Kinder und Frauen bedeutet, die über 2 Stunden laufen müssen, um das nötige Brennholz zu besorgen.

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d) Bau eines Internates:

Viele der SchülerInnen müssen weite Wege zurücklegen, um zur Schule zu kommen. Ein Internat wird die Schule auch für SchülerInnen aus den umliegenden Ortschaften zugänglicher machen.

e) Bau einer Berufsschule

Eine Berufsschule wird auch denjenigen Kindern, die nicht die staatliche Abschlussprüfung ablegen können, eine Berufsperspektive eröffnen. Gleichzeitig werden TechnikerInnen ausgebildet, die bei der weiteren Gemeindeentwicklung eine Rolle spielen können.

f) Bau einer weiterführenden Schule (Collège)

Wollen Kinder ihre Schulbildung nach der sechsjährigen Grundschule fortsetzen, dann müssen sie in die größeren Städte gehen. Für viele ist das finanziell nicht möglich, und diejenigen, die doch eine akademische Ausbildung ableisten, kommen nicht mehr ins Dorf zurück. Der Bau einer Kollegschule soll den Zugang zur höheren Bildung erleichtern, aber auch zur Dorfentwicklung beitragen.

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